ReHH

Block rockin beats

— geschrieben von rehh @ 05.06.07 22:56
Zu treten, als gaebe es kein morgen
Nur noch Licht und Schatten sehen
Schweiss auf der Stirn, am Ruecken, ueberall

Zehn Sekunden langsamer, Luft holen
Hoeren, fuehlen, wie die Muskeln locken
Trotz aller Gegenwehr nach mehr schreien

Und wenn nichts mehr geht
Wenn alles im Koerper nach Halt schreit

dann schaltet die Ampel auf Gruen
Und es geht weiter.

*

— geschrieben von rehh @ 07.04.07 15:39

Mit dem Fahrrad ohne zu zoegern auf die Leute zufahren, die auf dem Radweg laufen, und kurz vorher eine Vollbremsung machen. Sollte man auch mal tun.


Shout shout shout until the kingdom comes


Sie dreht die Pfandflaschen ordentlich zu, bevor sie sie in den Automaten wirft
Sie schmeisst die Plastiktuete danach ordentlich in den Muelleimer daneben
An der Kasse wird sie sich eine neue Tuete kaufen

1.07 Euro Pfand, bittesehr, dankeschoen.


Egal wie ich mich winde, egal wie ich mich quaele
Jeder von uns beiden will doch nur des andren Seele


Milchreis aus dem Tetra-Pack


Mit dem Gefuehl im Bauch und dem Wind von vorn
Die Ideen geboren, ich bin fast erfroren
Und der Weg zurueck, und ein Haendedruck
Ein Laecheln kostet extra


Hauswart
Sprechstunden:
Dienstag und Donnerstag 11-12 Uhr


Mitten auf der Kreuzung fuehl ich mich frei
Und du, du bist nicht dabei


Einen Bon ueber 1.07 Pfand in der Jackentasche finden, wenn man nach hause kommt

(Samstagseinkauf)


Auswege

— geschrieben von rehh @ 09.03.07 22:41

Sich immer alle Auswege offen zu halten kann heissen, dass man am Ende vielleicht gezwungen ist, einen davon zu nehmen.

Liegt es nicht in der Natur eines Auswegs, dass er nicht die beste Loesung ist? Sonst waere er ja keiner.


pinke Haare

— geschrieben von rehh @ 26.02.07 22:38

Die beiden Punks in der Bahn - er maximal 23, sie traegt eine Kapuze, wird nicht aelter sein.
Sie streiten, um eine falsche Aussage, ein falsches Wort, das so bedeutungslos ist, dass sie morgen vergessen haben, worum es ging. Er ist agressiv, will aber nicht streiten um des streitens willen, vermutlich weiss er selbst nicht, was er genau will. Sie moechte einfach nur Ruhe - sagt es ihm, erst leise, dann lauter, notgedrungen, denn er schreit inzwischen. Er will nicht, dass sie in seiner Bude rumschreit, meint er - sie will nur schlafen. Er will nicht, dass es wird wie vorgestern, als sie in seiner Bude rumschrie - sie will nur ihre Ruhe. Er meint, sie koennte gleich wieder gehen, wenn sie auch nur einen Ton sagt - sie waere ruhig, wenn er es auch waere.

Zwei Stationen spaeter hat er genug nachgesetzt, ist dort gelandet, dass er nicht mehr mit ihr in einer Bahn fahren will. Sie soll gehen, sie tut es. Er ist ein Arsch, sagt sie, und viel Traurigkeit schwingt mit. Der Blick seines Hundes folgt ihr und ihrem Hund, ohne Traurigkeit, er scheint es gewohnt zu sein. Sie schlaegt noch einmal von aussen an sein Fenster - traurig, wuetend, noch siegt der Stolz

Er sitzt noch lange dort, murmelt vor sich hin, trinkt sein Bier. Er sieht aus, als wuerde er weinen, wenn er es koennte. Man moechte ihm sagen, dass er zumindestens dieses Gefuehl behalten sollte; in einigen Jahren wird es vielleicht nicht mehr da sein, dann ist er vielleicht schon eingezogen in Scheissegalien - noch wartet er mit dem Kippe anzuenden, bis er aus dem Zug aussteigt.

Wo wird sie heute nacht schlafen?
Sie hat pinke Haare. Vielleicht reicht das, dass alles gut wird.


Stress und Motivation

— geschrieben von rehh @ 21.12.06 00:05

Um sich zu motivieren, bestimmte Sachen zu tun oder zu erreichen, braucht man in der Regel Ziele - je genauer das Wissen, was man erreichen will (und der Wille dahinter), umso einfacher ist die Umsetzung und umso staerkere Hindernisse sind leicht aus dem Weg zu raeumen. Die klassische Motivationsschiene lehrt, dass mit genuegend Willen absolut jedes Ziel erreicht werden kann

Aber was ist, wenn hinter dem, was man machen (soll | muss | kann | will in schwacher Form) kein erstrebenswertes Ziel steckt? Also entweder gar keins, oder eins das einfach nicht "wichtig" genug ist, dass es die Motivation erst erzeugen koennte? Die Frage dahinter: wie erzeugt man Motivation? Und ist Motivation absolut gleichzusetzen mit 'erstrebenswertes ziel'? vermutlich.

Eine klare Antwort darauf gibt es wohl nicht, sonst gaebe es nicht hunderte buecher und meinungen darueber. Um zum Kern des Grundgedankens zu kommen: was ist mit Stress?
Viele assoziieren mit Stress erstmal negatives - statt "in Ruhe" eine Arbeit durchzufuehren, muss man vieles unter einen Hut bringen, mehr als normal leisten und vor allem schnell sein, weil mehr wartet. Ich verbinde mit dem Begriff eigentlich eher positives - je mehr zu erledigen ist, desto weniger Moeglichkeiten und auch Willen gibt es, sich von der (verallgemeinert ausgedrueckt) Arbeit abzuwenden und nichts oder etwas anderes zu tun - die klassische Folge geringer Motivation.

Stress ganz allgemein erhoeht die Leistungsfaehigkeit - man muss mehr machen, man muss Anstrengungen unternehmen, daraus resultieren mehr Ergebnisse (mal Faktoren wie Erschoepfung durch dauerhaften Stress ausgeklammert, mir geht es um den kurzzeitigen). Ergebnisse erzeugen Erfolgserlebnisse und damit auch wiederum motivation - man schafft etwas, man fuehlt sich gut, man schafft noch mehr. Wenn Erschoepfung dazukommt, ist es irgendwann dann auch wirklich vorbei, dann braucht es Regeneration. Soweit so bekannt.

Kann man Stress bewusst und fuer sich selbst erzeugen? Kann man sich aus einer eigenen Arbeit - die erledigt werden muss, aber unter fehlender Motivation leidet - ein dringend und unbedingt zu erreichendes Ziel "hindenken", das fuer den notwendigen Stress sorgt, und somit statt in demotivierender Langsamkeit mit voller Leistung schnell erreicht wird? _Ist_ das vielleicht sogar einfach die klassische Form des sich selbst motivierens, wodurch ich nur das Pferd von hinten aufgezaeumt haette?

Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert, so oder so.


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